Brustgesundheitsmonat Oktober

Brustgesundheitsmonat Oktober

Warum Vorsorge jetzt zählt

Eine Informationsinitiative des Diagnosezentrum Eisenstadt | mit Dr. Wolfram Kluger und Team

Pink Ribbon: Ein Monat im Zeichen der Brustgesundheit

Der Oktober steht weltweit im Zeichen der rosa Schleife. Mit dem Weltbrustkrebstag am 1. Oktober beginnt der internationale Brustkrebsmonat, in dem Initiativen wie Pink Ribbon auf die Bedeutung von Vorsorge, Früherkennung und Solidarität mit Betroffenen aufmerksam machen. Im Burgenland finden Pink-Ribbon-Veranstaltungen bereits seit 2002 statt.

Rund 7.000 Frauen erkranken in Österreich jedes Jahr an Brustkrebs. Damit ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen – laut Statistik Austria wurden im Jahr 2023 6.902 Neuerkrankungen verzeichnet. Gleichzeitig gilt: Je früher eine Veränderung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen.

Als Teil von „Eisenstadt goes Pink“ möchten auch wir im Diagnosezentrum Eisenstadt einen Beitrag leisten. Gemeinsam mit Dr. Wolfram Kluger, Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin, und unserem Team fassen wir zusammen, welche Vorsorgemöglichkeiten es gibt, worauf Sie selbst achten können und wo Sie im Oktober in Eisenstadt und im Burgenland mehr erfahren.

Früherkennung wirkt – wird aber zu selten genutzt

Das österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ermöglicht allen sozialversicherten Frauen eine kostenfreie, qualitätsgesicherte Vorsorge-Mammographie:

  • 45 bis 74 Jahre: Automatische Einladung alle zwei Jahre.
  • 40 bis 44 Jahre sowie ab 75 Jahren: Teilnahme auf eigenen Wunsch möglich (Opt-in) – die Anmeldung erfolgt über die Telefon-Serviceline 0800 500 181 oder online.
  • Unter 40 Jahren: Eine Mammographie wird nur in bestimmten Fällen empfohlen, etwa bei genetischer Vorbelastung oder Beschwerden.

Für Sie bedeutet das: Warten Sie nicht auf den Einladungsbrief. Sie können Ihren Termin auch selbst vereinbaren, sofern die letzte Mammographie mindestens zwei Jahre zurückliegt.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Laut dem vierten Evaluationsbericht wurden 79 Prozent der im Programm entdeckten Karzinome in einem prognostisch günstigen Frühstadium (Stadium 0 oder I) erkannt. Dennoch nahmen in der letzten ausgewerteten Screening-Runde nur rund 40 Prozent der Frauen in der Kernzielgruppe teil.

Brustbewusstsein: Was Sie selbst tun können

Die regelmäßige Selbstuntersuchung ersetzt keine Mammographie, hilft Ihnen aber, Ihren Körper besser kennenzulernen und Veränderungen frühzeitig zu bemerken. Der ideale Zeitpunkt für Frauen vor den Wechseljahren ist kurz nach der Monatsblutung.

Die Österreichische Krebshilfe empfiehlt vier Schritte:

  1. Vor dem Spiegel: Kontrollieren Sie Größe und Form der Brüste sowie Haut und Brustwarzen – mit hängenden Armen, mit erhobenen Armen und mit in die Hüften gestemmten Händen.
  2. Im Liegen: Tasten Sie die Brust mit den flachen, aneinanderliegenden Fingern der gegenüberliegenden Hand ab – den Warzenhof nicht vergessen.
  3. Im Sitzen oder Stehen: Neigen Sie den Oberkörper leicht nach vorne und tasten Sie die Brust nochmals mit beiden Händen ab.
  4. Achselhöhlen: Kontrollieren Sie beide Achseln auf tastbare Lymphknoten.

Warnzeichen: Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

Wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Ihnen eine der folgenden Veränderungen auffällt:

  • Tastbare Knoten in der Brust oder in der Achselhöhle
  • Einziehungen, Dellen oder Verwölbungen der Haut oder der Brustwarze
  • Hautveränderungen wie Rötungen, Verhärtungen oder ein Ekzem der Brustwarze
  • Absonderungen aus der Brustwarze, insbesondere blutige Sekretion
  • Neu aufgetretene Schmerzen oder ein ungewohntes Spannungsgefühl

Wichtig: Ein auffälliger Befund bedeutet nicht automatisch Brustkrebs. Er sollte jedoch zeitnah ärztlich abgeklärt werden.

Mammographie, Ultraschall, MRT: Die richtige Methode für Sie

Die Mammographie ist derzeit die geeignetste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs im Rahmen des Screeningprogrammes. Je nach individueller Situation können weitere Verfahren sinnvoll sein:

  • Ultraschall (Mamma-Sonographie): Ergänzend bei auffälligem Befund oder sehr dichtem Brustgewebe.
  • Brust-MRT (Mamma-MRT): Bei erhöhtem familiärem oder genetischem Risiko, extrem dichtem Brustgewebe, unklaren Vorbefunden, Differenzierung zwischen Narbe und Rezidiv oder zur Implantatkontrolle.

Wann ein Brust-MRT wirklich sinnvoll ist, erklärt Dr. Kluger ausführlich in unserem nächsten Oktober Beitrag Brustgesundheit im Fokus: Wann ist ein Brust-MRT wirklich sinnvoll?.

Brustdiagnostik in Eisenstadt: Dr. Kluger und Team

Wer die Früherkennung verpasst, kann das nicht mehr aufholen.
Dr. Wolfram Kluger, Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin

Brustgesundheit ist ein Schwerpunkt unserer täglichen Arbeit. Im Diagnosezentrum Eisenstadt und in unserem Partnerinstitut Röntgen Eisenstadt – beide unter einem Dach in der Betriebsstraße 8 – stehen Ihnen alle drei bildgebenden Verfahren der Brustdiagnostik zur Verfügung:

  • Mammographie mit Tomosynthese: Die 3D-Bildgebung reduziert Gewebeüberlagerungen und ermöglicht eine präzisere Tumorerkennung. Angeboten im Röntgen Eisenstadt – für alle Kassen und privat.
  • Ultraschall der Brust: Im Röntgen Eisenstadt wird nach jeder Mammographie ein ergänzender Ultraschall durchgeführt.
  • Brust-MRT: Im Diagnosezentrum Eisenstadt mit modernster MRT-Technologie – in Bauchlage, ohne Kompression der Brust, mit einer Untersuchungsdauer von rund 15 Minuten. Die Befundbesprechung erfolgt in der Regel noch am selben Tag.

Ein besonderes Anliegen von Dr. Kluger und dem Ärzteteam ist die detaillierte Befundung und die rasche Bereitstellung von Bildern und Befunden über unser Online-Portal – und natürlich auch digital an Ihre zuweisende Ärztin bzw. Ihren zuweisenden Arzt. Über ein enges Netzwerk mit Fachärztinnen, Fachärzten und Spitälern begleiten wir Sie, falls eine weitere Abklärung notwendig ist.

Bitte beachten Sie: MRT-Leistungen können im Diagnosezentrum Eisenstadt derzeit ausschließlich privat angeboten werden. Unser Team informiert Sie gerne vorab über Ablauf und Kosten.

Mehr als eine Diagnose

Die diesjährige Pink-Ribbon-Aktion der Österreichischen Krebshilfe stellt einen wichtigen Gedanken in den Mittelpunkt: Brustkrebs ist mehr als eine medizinische Diagnose. Neben der Therapie betreffen die Erkrankung auch Familie, Partnerschaft, Beruf und Finanzen. Institutionen wie , die Krebshilfe Burgenland oder der Verein Feel Again – Leben mit Krebs, bieten Unterstützung für Betroffene und Angehörige.

Fazit: Der Oktober als Erinnerung – Vorsorge das ganze Jahr

Der Brustgesundheitsmonat Oktober ist ein guter Anlass, die eigene Vorsorge zu überprüfen: Wann war Ihre letzte Mammographie? Kennen Sie Ihr familiäres Risiko? Und wissen Sie, worauf Sie bei der Selbstuntersuchung achten sollten? Dr. Wolfram Kluger und das Team des Diagnosezentrum Eisenstadt beraten Sie gerne zu Mammographie, Ultraschall und Brust-MRT.

Diagnosezentrum Eisenstadt
Betriebsstraße 8, 7000 Eisenstadt
Telefon: 02682 21200 | E-Mail: termin@dz-eisenstadt.at
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 7:00–16:00 Uhr, Freitag 7:00–12:00 Uhr
Jetzt Termin oder Rückruf anfragen

Häufige Fragen (FAQ) zum Brustgesundheitsmonat

Die rosa Schleife (Pink Ribbon) ist das internationale Symbol für die Brustkrebsvorsorge und die Solidarität mit an Brustkrebs erkrankten Frauen. In Österreich wird die Pink-Ribbon-Aktion von der Österreichischen Krebshilfe getragen.

Frauen zwischen 45 und 74 Jahren werden im Rahmen des Früherkennungsprogramms alle zwei Jahre eingeladen. Ab 40 und nach 75 ist eine Teilnahme auf eigenen Wunsch möglich.

Nein. Im Rahmen des Früherkennungsprogramms können Sie mit Ihrer e-card direkt einen Termin bei einer zertifizierten radiologischen Einrichtung vereinbaren. Für eine diagnostische Abklärung bei Beschwerden benötigen Sie hingegen eine ärztliche Zuweisung.

Für alle in Österreich sozialversicherten Frauen ist die Teilnahme am Früherkennungsprogramm kostenfrei.

Nein. Die Selbstuntersuchung fördert das Bewusstsein für den eigenen Körper, ist aber keine Früherkennungsuntersuchung und ersetzt die Mammographie nicht. Kleine, noch nicht tastbare Tumore lassen sich nur durch bildgebende Verfahren erkennen.

In 90 bis 95 Prozent der Fälle ist der Befund unauffällig. Ist eine Abklärung nötig, folgen ein ergänzender Ultraschall, gegebenenfalls ein MRT oder eine Gewebeprobe. Ein abklärungsbedürftiger Befund bedeutet nicht automatisch Brustkrebs.

Hinweise sind etwa Brustkrebs bei Mutter, Vater oder Geschwistern in jungen Jahren oder mehrere Fälle von Brust- oder Eierstockkrebs in einer Familie. In solchen Fällen empfiehlt sich eine genetische Beratung – Informationen bietet u.a. das Nationale Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs.

Mammographie mit Tomosynthese und Ultraschall der Brust bietet das Röntgen Eisenstadt an (alle Kassen) Tel.: 02682 63936. Das Brust-MRT bietet das Diagnosezentrum Eisenstadt an – beide in der Betriebsstraße 8. Tel.: 02682 21200 oder über unser Rückrufservice.

Ja, wenn auch selten. In Österreich wurden im Jahr 2023 69 Brustkrebs-Neuerkrankungen bei Männern registriert. Auch Männer sollten Veränderungen im Brustbereich ärztlich abklären lassen.

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